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Welche ist die richtige Projektmanagementmethode ?

Klassisch, Agil oder Hybrid ?

Die Frage nach der richtigen Projektmanagementmethode treibt unsere Unternehmen um.

– Was ist nun richtig?

– Was nur eine Mode?

– Was ist hilfreich?

– Was müssen, können, sollten wir einführen?

Fragen, die, davon bin ich überzeugt, pauschal nicht beantwortet werden können.

Prof. Dr. A. Komus hat zu diesen Fragen auf der diesjährigen LEANBASE 2019 einen Vortrag gehalten, der auf YouTube verfügbar ist und den ich hier verlinke:

Prof. Komus gibt uns in diesem Vortrag (YouTube: Intelligenter Methodeneinsatz) eine Entscheidungshilfe auf Basis der Position unseres Projektes in der Stacey Matrix. Das ist hilfreich.

Die Realität aber ist komplexer. Damit nimmt die Wahscheinlichkeit, dass eine bestimmte Methode perfekt funktioniert ab.

Auch in klassisch aufgestellten Situationen, in denen die klassischen Methoden und Werkzeuge angesagt, eingesetzt und erfolgreich sind, kann es durch akute Veränderungen von Rahmenbedingungen dazu kommen, dass eine Modifikation des klassische Werkzeugkastens durch die Integration agiler Ansätze einen Pusch in der Produktivität erbringt.  Ggf. kann es auch sinnvoll sein professionelle Werkzeuge durch pragmatische zu ersetzen, ohne dabei die Philosophie der Abwicklung zu verändern.  (–> Ein Beispiel)

Projekte. die in einem übergerdneten Kontext erfolgen, unterliegen oft Rahmenbedigungen, die uns einen Teil der Entscheidung aus der Hand nehmen. Dieses ist z.B. der Fall, wenn es um größere, oder lang laufenden Kundenprojekte handelt, die zu bestimmten Zeitpunkten bestimmte Lieferungen benötigen, um mit diesen anderer Zulieferer in die Lage zu versetzen, ihren Leistungsanteil zu erbringen . (z.B. Spezifikationen, Schnittstellenbeschreibungen, Testprozeduren). Hier wird zwecks einer über die Schnittstellen hinweg funktionierenden Zusammenarbeit der verschiedenen Lieferanten z.B. eine klassiche Meilensteinmethodik erforderlich sein. Wenn andererseits seitens des Kunden zum Zeitpunkt der Vertragsunterschrift zwar das Ziel des Projektes im Grundsatz beim Kunden bekannt ist, zu diesem aber aufgrund von Komplexität und infolge fehlender Kenntnis der technischen Möglichkeiten zu diesem Zeitpunkt die Details noch nicht beschreibbar sind, dann sind agile Methoden gefordert.

Der Regelfall in der Praxis ist es die unterschiedlichen Ansätze in adaptierten Formen für die unterschedlichen Ebenen und Fachanforderungen der Projekte zu kombinieren und einzusetzen. In der HELENA-Studie der Universität Passau wird diese Realität nachgewiesen. Sogar im Bereich der klassischen Software-Entwicklung verwenden über dreiviertel der Unternehmen hybride Ansätze.

Erfahren Sie mehr: –> Die Projektrealität

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Eike.Eilks

    Das alte ist nicht immer das schlechte. Ja, es kommt auf das Gespür an, das richtige zu wählen

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