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Lars Vollmer: Zurück an die Arbeit

Titel:

Zurück an die Arbeit

Untertitel:

Wie aus Business-Theatern wieder echte Unternehmen werden

von:

Lars Vollmer

Inhalt:

In meiner Ausbildung zum Betriebswirt habe ich viele Strukturen zur Unternehmensorganisation und Unternehmensleitung gelernt. Diese basierten letztlich auf Schriften, die Frederick Winslow Taylor anfangs des letzten Jahrhunderts als Basis wissenschaftlich fundierter Unternehmensorganisation niedergeschrieben hat. Sie waren einleuchtend und auch für mich, wie für viele andere, eine akzeptierte Selbstverständlichkeit. Für die Betriebswirtschaftslehre waren und sind diese Thesen defacto Axiome.

 

Aber die Realität hat sich geändert. Insbesondere seit Ende der 60ziger Jahre, haben sich die Rahmenbedingungen und die Märkte geändert, ebenso wie unsere Mitarbeiter, die heute eine ganz andere Qualifikation mitbringen und ganz andere Fähigkeiten haben. Dennoch sind viele Unternehmen heute immer noch genauso organisiert und werden somit nach den gleichen Paradigmen geführt, wie man es vor 100 Jahren gemacht hat, nur perfekter.

Lippenbekenntnisse zu neuen Formen finden wir überall, jedoch die Realisierung, das Leben dieser neuen Ansätze fehlt.  So scheitert zum Beispiel der viel beschworenen Projektleiter als temporärer „Unternehmer in eigener Sache“ an der Minimierung seiner Entscheidungsspielräume durch eine omnipräsente Regelungswut.

 

Ich habe beim Lesen dieses Buches sehr viel der Realität entdeckt, die ich in vielen Unternehmen kennengelernt habe. Lars Vollmer zeigt auf, in welchen Denkstrukturen wir heute oft gefangen sind. Er zeigt aber auch auf, dass Unternehmen, die sich von diesen zum Teil befreit haben, daraus Wettbewerbsvorteile ziehen konnten. Er folgt jedoch nicht dem Beispiel vieler anderer Autoren, die uns, nachdem sie ihre Erkenntnis erläutert haben, eine neue Methode oder neue Regeln liefern.

 

Wir leben heute in der Realität der VUCA-Welt. Diese zeichnet sich zum einen durch permanente hoch volatil Veränderungen und zum anderen durch eine hohe Komplexität aus. Daraus folgt, dass der zeitliche Horizont, bis zu dem ein Voraussagen der Zukunft halbwegs verlässlich möglich ist, immer kürzer wird.  Somit sind die Herausforderungen eben nicht durch eine „neue“ Regel, einen „neuen“ Ansatz oder eine „neue“ Idee zu lösen, sondern durch die Fähigkeit zu einer flexiblen und reaktiven Kreativität.

Warum ?

Lars Vollmer fordert uns auf gemeinsam mit unseren Teams und unseren Mitarbeitern zu denken und umzudenken. Unternehmen, die es schaffen sich der Kreativität, der Kompetenz, der Kenntnisse und der Talente aller ihrer Mitarbeiter permanent zu versichern, sind die Unternehmen, die über die notwendige Resilienz verfügen, mit der sie auch morgen noch wirtschaftlich erfolgreich sein können.

Lars Vollmer ist in seiner Sprache teilweise hoch emotional, das aber macht es gerade reizvoll, dieses Buch zu lesen. Er provoziert und regt damit zum Denken an. Ich glaube, dass Unternehmen, die es nicht schaffen, sich den aktuellen Herausforderungen anzupassen, mittelfristig an den Märkten scheitern werden.  

Ich kann daher nur empfehlen, sich auf dieses Buch einzulassen.

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